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Oregon: Naturschönheit zwischen Bergen und Meer

Oregon ist ein Bundesstaat der USA. Er liegt im Nordwesten des Landes und wurde 1859 in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen. Zum Zeitpunkt des Beitritts war Oregon der 33. Bundesstaat der USA. Oregon ist, was die Fläche betrifft, der neunt-größte Staat der USA. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 3,7 Millionen gehört er dagegen zu den eher gering bevölkerten Bundesstaaten. In dieser Statistik liegt er nur auf dem 27. Platz. Der größte Teil der Einwohner Oregons lebt im Nordwesten des Staates. Auch die drei größten Städte des Bundesstaates liegen dort. Neben der Hauptstadt Salem sind dies Portland und Eugene. Die Herkunft des Namens Oregons ist nicht genau geklärt. Wie alle anderen Bundesstaaten der USA trägt auch Oregon einen Spitznamen: Beaver State, zu Deutsch Biberstaat. Der Spitzname dürfte auf den Waldreichtum Oregons zurückgehen, der für lange Zeit auch dafür gesorgt hat, dass die Forstwirtschaft eine dominierende Rolle spielte. Mittlerweile beanspruchen aber Technologieunternehmen den Titel des stärksten Wirtschaftsbereichs für sich. Aufgrund des Waldreichtums ist Oregon auch bei Touristen sehr beliebt. Vor allem Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten, erst recht dann, wenn sie sich für die richtigen Schuhe für die Ausübung ihrer Freizeitgestaltung entschieden haben.

Natur pur in Oregon

Die Sehenswürdigkeit Oregons schlechthin, der Crater Lake, hat es sogar auf eine Gedenkmünze geschafft. Der Crater Lake ist Zentrum des einzigen Nationalparks im Bundesstaat Oregon. Der See ist durchschnittlich 350 Meter tief. An seinem tiefsten Punkt liegen 594 Meter zwischen der Wasseroberfläche und dem Grund. Der Crater Lake ist damit der tiefste See der Vereinigten Staaten von Amerika und gleichzeitig der zweittiefste See Nordamerikas. Der Crater-Lake-Nationalpark ist ein beliebtes Reise- und Ausflugsziel und bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Viele Familien fahren zum Beispiel zum Picknick an den See oder packen den Gasgrill ein und veranstalten ein Barbecue im Nationalpark. Innerhalb des Parks sind etliche Wanderwege angelegt. Außerdem gibt es Campingplätze und Lodges, die Urlaub und Erholung inmitten unberührter Natur versprechen. Der See selbst lädt zum Angeln und Schwimmen ein, außerdem werden regelmäßig Bootstouren angeboten, die zum Vulkankegel führen, der mitten im Crater Lake liegt und dem See seinen Namen gab. Um den See herum führt eine Straße, die aber bis ins Frühjahr gesperrt sein kann, da der Schnee hier lange liegen bleiben kann.

Oregon besteht natürlich nicht nur aus dem Crater-Lake-Nationalpark. Der Staat verfügt zum Beispiel über eine Küstenlinie mit einer Länge von mehr als 600 Kilometern, die von schroffen Felsen über Dünenlandschaften bis hin zu malerischen Buchten alles zu bieten hat. In der Mitte des Bundesstaates liegt eine einzigartige Berglandschaft, die eine abwechslungsreiche Mischung aus Gletschern, Seen, Wasserfällen und tiefen Schluchten bietet und jedem Naturliebhaber das Herz aufgehen lassen dürfte. Im Osten des Beaver States kommen Abenteuerhungrige auf ihre Kosten. Wildwasserfahrten auf tosenden Flüssen sind ebenso möglich wie Mountainbike-Touren durch anspruchsvolle Berglandschaften. Im Winter bieten die Berge in der Mitte des Staates Freunden des Wintersports ideale Bedingungen. Vor allem der meterhohe Pulverschnee ist bis weit über die Grenzen Oregons hinweg bekannt.

Urlaub in Oregon

Deutsche, die Urlaub in Oregon machen möchten, reisen normalerweise mit dem Flugzeug an. Im Vergleich zu europäischen Flughäfen sind die Kontrollen an amerikanischen Flughäfen deutlich schärfer. Aber genau, wie man sich für gewöhnlich bei einem Konzertbesuch an die Anweisungen der Security hält, sollte man einfach den Anweisungen des Sicherheitspersonals am Flughafen Folge leisten, dann stellt das Prozedere in der Regel kein Problem dar und der Urlaub im Staat des Bibers kann beginnen. Oregon hat neben seinen Naturschönheiten auch das pulsierende Leben einer Großstadt zu bieten. Portland ist die mit Abstand größte Stadt des Staates und hat über 580000 Einwohner. Portland ist außerdem das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Oregons. Die Stadt ist vor allem für Urlauber interessant, die Wert auf ein abwechslungsreiches Nachtleben legen, gilt sie doch in dieser Hinsicht als eine der lebhaftesten Städte der gesamten USA. Aber auch bei Tageslicht ist die Stadt durchaus sehenswert und muss sich nicht vor anderen Metropolen verstecken. Wegen ihrer Lage an zwei Flüssen prägen Brücken das Bild Portlands. Eine große Anzahl Parks, Gärten und Grünanlagen sorgt für die nötige Ruhe inmitten der Hektik einer Großstadt. Portland legt darüber hinaus viel Wert auf Umweltschutz. Straßenbahnen können beispielsweise innerhalb der Stadt kostenlos benutzt werden.

Oregon lässt sich übrigens auch wunderbar mit dem Auto erkunden. Die weitläufige Landschaft lädt direkt dazu ein, sich einen Mietwagen zu nehmen und kreuz und quer durch den Staat zu fahren. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, ein Auto in Oregon zu kaufen und dieses dann nach Deutschland zu exportieren. Der Kaufpreis erscheint, besonders in Anbetracht der entfallenden Umsatzsteuer, natürlich erstaunlich niedrig. Allerdings sollte beachtet werden, dass bei der Einfuhr nach Deutschland sowohl Zollabgaben als auch die Einfuhrumsatzsteuer anfällt. Diese Abgaben entfallen nur, wenn sich das Auto seit mindestens einem halben Jahr im Besitz des Käufers befindet. Zudem müssen bei US-Fahrzeugen meist kleinere Umbauten, etwa an den Blinkern, durchgeführt werden, um keine Schwierigkeiten mit dem TÜV zu bekommen.

Wer sich für eine Rundreise durch Oregon entscheidet, sollte sich im Vorfeld keine Unterkunft organisieren. Somit kann die Reiseroute individuell vor Ort geplant werden und kleine Abstecher, etwa zu einem der vier National Monuments, die Oregon zu bieten hat, sind problemlos möglich. Darüber hinaus gibt es in Oregon noch 228 sogenannte State Parks, die zusammen über eine Gesamtfläche von über 380 Quadratkilometer verfügen. 170 dieser Parks sind für Besucher erschlossen und verfügen über Parkplätze und Sanitäranlagen. Aber so schön ein Urlaub auch sein kann, an die Unwägbarkeiten des Lebens sollte trotzdem gedacht werden. Daher empfiehlt sich generell bei allen Reisen der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, die auch unvorhergesehene Reiseabbrüche mit abdeckt.

Zuerst Urlaub und dann Leben in Oregon?

Der Tourismus prägt Oregon. Auch aus Europa machen sich alljährlich etliche Reisende nach Oregon auf. Und nicht wenige verlieben sich in den Beaver State und seine Naturschönheiten. Manche sogar so sehr, dass sie sich für einen dauerhaften Aufenthalt in Oregon entscheiden. Um dort wohnen zu können, muss natürlich erst einmal eine geeignete Immobilie gefunden werden. Dabei muss im Vorfeld eine grundsätzliche Frage geklärt werden. Soll es aufs Land gehen oder ist eine quirlige Stadt wie Portland vielleicht doch die bessere Alternative, wenn es um die Wahl des neuen Lebensmittelpunkts geht. Eine Entscheidung, die wohl überlegt sein will, denn das Leben in der Stadt unterscheidet sich doch sehr vom beschaulichen Leben auf dem Lande.

Egal wo man sich in Oregon niederlässt, ohne Küche geht es nicht, denn schließlich muss der Mensch ja essen. Am liebsten Oregonstyle, denn der Biberstaat hat nicht nur landschaftlich, sondern auch kulinarisch eine ganze Menge zu bieten. Die Lage an der Küste sorgt dafür, dass in Oregon sehr viel Fisch serviert wird. „Staatsgetränk“ in Oregon ist Milch. Aber auch Wein wird hier angebaut und erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. So hat sich die Zahl der Weinbars in Portland innerhalb der letzten zehn Jahre mehr als verdreifacht. Insgesamt sechs größere Weinanbaugebiete sorgen dafür, dass kein Weinliebhaber in Oregon auf einen guten Tropfen verzichten muss. Wie wichtig der Weinanbau für den Bundesstaat ist, zeigt eine landesweite Statistik: Oregon liegt, was die Menge des produzierten Weins betrifft, in den USA auf dem vierten Rang unter den Bundesstaaten. Neben dem Wein drängt sich mit dem Bier auch ein zweites alkoholisches Getränk in den Vordergrund. Vor allem aus Mikrobrauereien fließt es direkt in die Kehlen durstiger Amerikaner und gewinnt dabei landesweit ständig neue Fans.

Deutsche Traditionen in Oregon

Wie in vielen anderen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten gibt es auch in Oregon viele deutschstämmige Bewohner. In Oregon stellen Einwohner mit deutschen Wurzeln mit einem Anteil von mehr als 22 Prozent an der Gesamtbevölkerung sogar die mit Abstand größte Bevölkerungsgruppe. Begonnen hat alles im 19. Jahrhundert. Ab diesem Zeitpunkt siedelten sich deutsche Auswanderer im Beaver State an und gründeten unter anderem das beschauliche Städtchen Mount Angel. 1966 wurde hier erstmals ein Oktoberfest ausgerichtet. Mittlerweile bietet dieses Fest alles, was ein richtiges Oktoberfest ausmacht. Bier, deutsche Spezialitäten, Trachten und Blasmusik. Sogar eigens aus Deutschland eingeflogene Musikgruppen treten hier regelmäßig auf und unterhalten Einheimische und Touristen gleichermaßen.

Zu den deutschen Traditionen im Allgemeinen gehört es auch, dass man Freunden, Verwandten und Bekannten, die zuhause geblieben sind, etwas aus dem Urlaub mitbringt. Vor allem für den weiblichen Teil der Verwandten und Bekannten bietet sich Schmuck als Mitbringsel an. Der State Quarter aus Oregon ist dabei ein echter Hingucker. Abgebildet ist, wie könnte es auch anders sein, das beste Symbol für die großartige Natur des Bundesstaates, der Crater Lake.

Die Wirtschaft Oregons

Oregons Wirtschaft wird heutzutage in erster Linie von Unternehmen aus dem Technologiesektor geprägt. So betreibt etwa der Chiphersteller Intel vier Fabriken in Oregon, die zusammen mehr als 16000 Menschen beschäftigen. Aber auch andere Schwergewichte aus der IT-Branche betreiben Niederlassungen im sogenannten Silicon Forest. Auch diverse Hersteller von Sportartikeln produzieren in Oregon, zudem sind viele Unternehmen in der Holzwirtschaft beziehungsweise Nahrungsmittelbranche tätig. Ein wichtiges Standbein der Wirtschaft bildet aber auch der Tourismus. Neben Alaska, Montana, New Hampshire und Delaware ist Oregon der einzige amerikanische Bundesstaat, der keine Umsatzsteuer erhebt. Besonders der Kauf von teuren Gegenständen, wie etwa Wasserbetten, lohnt sich hier deshalb besonders.

Ein Fazit

Oregon hat seinen Besuchern viel zu bieten. Pulsierende Metropolen wie Portland stehen im Kontrast zu weitläufigen Wäldern, schönen Landschaften, einer artenreichen Tierwelt und kulinarischen Genüssen der Extraklasse. Oregon dürfte also für viele eine Urlaubsreise wert sein, ganz gleich, ob Campingurlaub oder zwei Wochen Wellness pur.